Archiv für März 2010
Leserunden Overflow oder “früher war doch alles besser”
Es ist mal wieder so weit – mein Nachttisch hat einen eigenen kleinen SUB. Der freut sich, kann ich Euch sagen.
Ich hänge mal wieder in einem kleinen Stäpelchen angefangener Bücher fest. Ich lese:
Cassandra Clare: City of Bones – Leserunde – großartiges Buch
Mikkel Birkegaard: Die Bibliothek der Schatten – ab heute Leserunde – fang ich heute in der Mittagspause an
Alyson Noel: Evermore – hab ich wegen Cassandra Clare unterbrochen
und ich glaub da war noch was, aber das hab ich vergessen.
Nun hab ich keine großartige Ausrede, was besonders schlimm ist. Ich habe momentan viel Freizeit, pröddel aber stundenlang an meinen Webseiten rum, anstatt mich mit einem Buch aufs Sofa zu verkrümeln, wie es sich für eine anständige Rezensentin gehört. Das ist doch wirklich ein Kreuz mit der Freizeit. Hat man keine, kommt man nicht zum Lesen. Hat man welche, hindert man sich selbst mit tausend wichtigen Dingen daran, für ein paar Stunden einfach mal abzuschalten.
Ich habe gestern mal darüber nachgedacht, wie es damals war, als ich noch kein Internet hatte. Da ich zu den frühen Internetusern gehöre (damals hat das ein Geld gekostet sag ich Euch), ist das tatsächlich schon 13-14 Jahre her. Natürlich möchte ich das Internet heute nicht mehr missen. Der Austausch mit anderen Menschen, die Fülle an Informationen ist einfach toll. Aber ich hänge auch Stunden voller Leerlauf vor dieser hässlichen grauen Kiste, die mich per Knopfdruck dazu verleitet mir Neuerscheinungen auf Listen zu schreiben.
Natürlich war ich damals auch noch Schülerin und musste nicht arbeiten, aber meine Freizeit bestand damals darin mich mit einem Buch auf mein Bett zu hauen und in beidem zu versinken. Ich wurde nicht durch das Internet abgelenkt und es war auch egal, ob ich eine Serie in der richtigen Reihenfolge gelesen habe und es gab auch keine Leserunde, für die ich ganz dringend ein bestimmtes Buch lesen musste. Ich hatte damals auch nur Weihnachten und zum Geburtstag einen SUB und habe mir immer dann ein Buch gekauft, wenn ich keins mehr hatte. Diesen Zustand werde ich bis zu meinem Tod nicht mehr erreichen, weil ich mittlerweile mehr Bücher kaufe, als ein einzelner Mensch in sieben Katzenleben lesen könnte.
Damals waren Weltbild-Kataloge und Bertelsmann Club Quartalskataloge wie der heilige Gral, weil bis auf Besuche in der Buchhandlung sie die einzige Möglichkeit waren sich über neue Bücher zu informieren. Heute lächelt man darüber müde. Vermutlich sind auch damals jede Menge Neuerscheinungen auf den Markt geworfen worden (vielleicht nicht so viele wie heute, aber dennoch viele tausende im Jahr), aber heute krieg ich das dummerweise mit.
Der April naht und damit die neuen Vorschauen für das Herbstprogramm und wie ein angeschossenes Raubtier scharwenzelt der geneigte Bookaholic um diverse Verlags-Webseiten, weil eigentlich jede Sekunde die Glocke ertönen und die virtuelle Bescherung losgehen könnte. Das einzig beruhigende ist, ich weiß, es gibt jede Menge Leute da draußen, die in der Beziehung genauso bescheuert sind, wie ich und täglich auf “neu laden” bei randomhouse, Knaur, Lyx und Konsorten klicken. Einige davon kenne ich sogar persönlich oder habe sogar mal mit ihnen zusammen gearbeitet!
Nun ist es schwer sich von dieser Informationsflut, die man gleichzeitig verteufelt und herbei sehnt, nicht erdrücken zu lassen. Auch ein Schnelleser kann nur eine bestimmte Anzahl von Büchern lesen, wenn er nicht als Eremit in den Wald gehen und sich von Gras und Nüssen ernähren will. Aber da sind sie wieder…. die Autoren… alte Freunde, bei denen man sich über jedes neue Buch freut… und die neuen Autoren, die vielleicht mal alte Freunde werden. Missachten will man die schließlich auch nicht.
Vielleicht sollte ich mir mal ein Buch über Zeitmanagment kaufen. Aber ich glaub an so was ja nicht. Außerdem… noch ein angefanges Buch?
Orchard House im neuen Look
Obwohl das alte Layout eigentlich auch ganz putzig war, war ich doch nicht recht zufrieden damit. Da es kein selbsterstelltes Template war, konnte ich einige Dinge auch nicht ändern und da ich mich in den letzten Monaten ein bisschen mit wordpress beschäftigt habe, habe ich nun wie bei der Bücherkiste ein komplett eigenes Layout erstellt. Farblich ist es an die Bücherkiste angelehnt, aber trotzdem eigenständig und mit dem mir so wichtigen typischen gemütlichen Charme. Das ist zwar vielleicht altmodisch, aber trendig ist eh langweilig!
Es gibt auch ein paar inhaltliche Änderungen …
Eigentlich sollte dies ursprünglich nur ein Schreibblog werden, aber die Realität hat gezeigt, dass dieser Stempel dem Blog nicht gerecht wird. Von daher habe ich mich entschlossen, “Orchard House” zu meinem privaten Blog zu machen. Hier werdet Ihr von nun an also alles finden, was mich irgendwie bewegt. Was ich lese, was ich schreibe, Fotos, Rezepte, Videos, etc. Trotzdem werdet ihr hier keine langweiligen Tagesabläufe oder sonstige schnarchigen und völlig belanglosen Dinge erfahren. Sicherlich ist das wiederum Ansichtssache, aber mir gehts hier nicht darum meine Familie oder Freunde auf dem Laufenden zu halten. Die können schließlich auch anrufen oder vorbei kommen.
Ich möchte mir nur einfach nicht mehr überlegen müssen, ob das, was ich gerade posten möchte, in ein Schreibblog passt. Im Prinzip ändert sich jetzt so viel auch nicht. Es wird nur einfach noch ein paar mehr Kategorien und Posts geben.
Ich hoffe, Euch gefällt der neue Look!
Liebe Grüße,
Steffi
Zuwachs März #5
P.C. & Kristin Cast: Betrogen – House of Night 2
Rachel Ward: Numbers
Sarah Lark: Das Gold der Maori
Sebastian Dickhaut: Ich koche…
Alyson Noel: Evermore – Die Unsterblichen

Ever ist sechzehn Jahre alt, als sie ihre gesamte Familie bei einem Autounfall verliert – sie überlebt als Einzige. Seither ist sie in sich gekehrt und kapselt ihre verletzte Seele von der Außenwelt ab. Alles ändert sich jedoch, als sie Damen zum ersten Mal in die Augen blickt. Denn Damen sieht nicht nur verdammt gut aus, er hat etwas, was Ever zutiefst berührt. Aber irgendetwas an ihm irritiert sie. Seitdem sie dem Tod so nahe war, besitzt sie nämlich die einzigartige Fähigkeit, die Gedanken der Menschen um sie herum hören und ihre Aura sehen zu können. Doch nicht so bei Damen: Er scheint diese Gabe auf mysteriöse Weise außer Kraft zu setzen. Sie sieht und hört nichts – für sie ein untrügliches Zeichen, dass Damen eigentlich tot sein müsste. Er wirkt aber alles andere alles leblos, und am liebsten würde Ever sich nie mehr von seinem warmen Blick lösen. Wenn sie sich nur nicht ständig fragen müsste, wer er eigentlich ist und was er ausgerechnet von ihr will …
Nachdem gerade mit “Der blaue Mond” der zweite Band der Evermore Reihe erschienen ist, habe ich mit den ersten Band aus dem SUB gezogen und haben nun schon ca. 200 Seiten gelesen.
Nach anfänglicher Begeisterung macht sich so langsam etwas Ernüchterung breit. Die Protagonistin Ever ist toll. Sie hat ihre komplette Familie (Eltern, Schwestern, den Familienhund) bei einem Autounfall verloren und lebt nun bei ihrer Tante, die ihr jeglichen Luxus ermöglicht, den man sich so vorstellen kann.
Das mit dem Luxus hat mich anfangs nicht gestört, weil die Autorin Evers Trauer meiner Meinung nach gut herausgearbeitet hat. Obwohl sie recht hübsch zu sein scheint, versteckt sie sich unter Kapuzenpullis und versucht unsichtbar durchs Leben zu kaumen und ihre Vergangenheit zu verdrängen.
Aber dann fängts ein bissch an zu nerven. Da ist erstmal der Quotenschwule (bester Freund), der anscheinend in den neuen paranormalen All-Age Romanen nicht fehlen darf (z.B. auch in “House of Night” von P.C. & Kristin Cast), die total unsympathische Freundin (Haven) und der etwas merkwürdige geheimnisumwitterte Damen, der á la Edward Cullen daher kommt.
Nun muss man nicht das Rad neu erfinden, aber mir ist irgendwie schleierhaft, was Damen an Ever findet und wieso er so plötzlich auf sie abfährt. Das er einfach zwischendurch verschwindet, nicht immer zur Schule geht und auch sonst irgendwie merkwürdig ist, scheint Ever zwar zu bemerken, aber in Frage stellt sie es nicht.
Im Übrigen muss ich sagen, ist eigentlich nach 200 Seiten nicht sagenhaft viel passiert.
Wäre nicht die wirklich gut ausgearbeitete Ever, mit der man sich zweifelsohne identifzieren kann, ihre tote Schwester, die als nervige Rotzgöre ihre Schwester immer wieder besucht und ihr gehörig auf den Keks geht und der wirklich flüssige Schreibstil… ja wäre…. hm… irgendwie liest es sich so gut!
Zuwachs März #4
Trevor Baker: Dave Gahan – Biographie
Michael Peinkofer: Das Licht von Shambala
Michael Thomas Ford: Jane beißt zurück
Susan Squires: Mein dunkler Gefährte
Zuwachs März #3
Petra Schier: Der gläserne Schrein
Simon Beckett: Voyeur
Alyson Noel: Evermore – Der blaue Mond
Barbara Taylor Bradford: Die Erben von Ravenscar
Zuwachs März #2
Hm….diese Jokers Bestellung hatte ich verdrängt… dabei habe ich sie selbst aufgegeben und es ist nur ein paar Tage her. Ich hab bestimmt Buch-Altersheimer.
Bill Nasson: Das britische Empire
Frances Hodgson Burnett: Der kleine Lord
Frances Hodgson Burnett: Prinzessin Sara
C.S. Lewis: Die Welt von Narnia
Nina Blazon: Das Königreich der Kitsune
Nina Blazon: Im Land der Tajumeeren
Nina Blazon: Die Reise nach Yndalamor
Zuwachs März #1
Oliver Dierssen: Fledermausland
Ingrind Ganß: Der Spielmann
Nora Roberts: Frühlingsträume
Marisha Pessl: Die alltägliche Physik des Unglücks
Sarah Rayne: Das Haus der Schatten
Kerstin Gier: Ehebrecher und andere Unschuldslämmer
Meg Cabot: Victoria und der Graf
Die letzen vier vom Ramschtisch befreit.
Paralleluniversen
Mein Universum hatte die letzen zwei Wochen ein kleines Leseloch. In den nächsten Tagen gibts dann hier wieder mehr. Den Safier hab ich schon fast durch und er ist toll.
Wen es interessiert – die letzten zwei Wochen war ich n einem anderen Universum.
Sounds of the Universe… die Videos sind übrigens Marke Eigenbau – von meinem Bruder! Ich war die Schulter zum Abstützen für den Ellenbogen beim Filmen:-)

