Archiv für April 2010

Wenn die Muse küsst…

Da ist sie… die Romanidee. Einfach so! Ich meine, ich hab mich jetzt nicht hingesetzt und gedacht, so Steffi, jetzt komm mal in die Hufe und lass Dir mal ordentlich was einfallen. Ich hab mich aber auch nicht zenmäßig auf eine Matte gelegt und den Sonnengruß gemacht, damit mir die super Idee ganz entspannt ins Gehirn fliegt. Davon mal ab – wie kann  einem bei einer Yogaposition mit dem klangvollen Namen “Kuhgesicht” eigentlich überhaupt irgendwas einfallen?

Ich schweife ab …

Eigentlich kam ich grade nur nach Hause, habe schnell die Spülmaschine eingeräumt und einen gequälten Blick auf mein ungeputztes Küchenfenster geworfen. Und dann machte es auf einmal Badaboom.

Okay, das ist jetzt wenig romantisch, wenn man später mal sagt, die Idee zu meinem Buch hatte ich gerade, als ich links den Spüllappen und rechts einen dreckigen Essteller mit Bolognese-Resten in der Hand hatte. Aber es beweist eindeutig, dass Ideen einen in wirklich jeder Situation und an jedem Ort überfallen können.

Das mit dem “Kuhgesicht” kann man sich ja mal merken …

Wieso hab ich jetzt eigentlich nicht 2 Wochen Urlaub? Morgen früh wird mal wieder “Streichhölzer in den Augen” angesagt sein. :-(

Whiskey Cupcakes zum Dahinschmelzen

Heute hatte ich endlich mal wieder Zeit den Rührlöffel zu schwingen und habe mich an ein neues Cupcake Rezept gewagt, das ich Euch unbedingt zum Nachahmen empfehlen möchte.

Für den Teig  (reicht für 12 Cupcakes):

150g Zartbitterschokolade
100g Butter
200g Weizenmehl
2 TL Backpulver
1/2 TL Natron
150 g Zucker
1 Päckchen Vanillinzucker
1 Prise Salz
2 Eier
100ml Kaffee
4 EL Whiskey
50 g Raspelschoki

für die Creme:

250g Creme Double
3 EL Whiskey
1 Päckchen Vanillinzucker

Zubereitung:

Die Schokolade löst Ihr einfach mit der Butter im Wasserbad auf. Dazu die Schokolade in Stücke brechen und die Butter in kleinere Stückchen schneiden, dann löst sich alles schneller auf. Die Mischung dann etwas abkühlen lassen.

Nun Mehl, Backpulver, Natron, Zucker, Vanillinzucker und Salz mischen. Eier, Kaffee, Whiskey und die Schoko/Buttermischung dazu geben und mit dem Handrührgerät zu einem glatten Teig verrühren. Das geht in der Regel sehr schnell, weil der Teig recht dünnflüssig ist. Bedenkt bitte, Cupcakes sind keine Muffins. Muffins müssen nicht so gut durchgerührt werden, aber bei Cupcakes sollten wirklich keine Klumpen im Teig sein. Am Ende noch die Raspekschokolade kurz mit einem Löffel unterrühren. Nicht mit dem Mixer!

Den Teig nun in ein Muffinbackblech umfüllen. Es bleibt Euch überlassen, ob Ihr das Blech mit Butter einfettet und mehlt oder ob ihr Papierförmchen in die Form setzt. Letzteres geht schneller und man muss hinterher keine Sauerei wegmachen. Allerdings ziehen die Papierförmchen das Fett des rohen Teiges an und sind in der Regel nach dem Backen nicht mehr so schön. Wenn man die Cupcakes ausgehfein machen will, kann man allerdings nach dem Backen noch ein Papierförmchen drüberstülpen.

Den Ofen auf 180 Grad (Ober/Unterhitze) vorheizen und die Cakes 25-30 Minuten darin backen (in der Mitte auf einem Rost). Danach die Cakes ein paar Minuten im Blech belassen, damit sie sich setzen. Nach ca. 5 Minuten könnt Ihr sie rausnehmen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.

Für das Topping wird die Creme Double wie normale Sahne aufgeschlagen und mit dem Vanillin-Zucker und dem Whiskey verfeinert. Danach könnt Ihr die Creme wie ihr möchtet auf die Cakes geben und verzieren. Für die Standfestigkeit kann der Creme noch ein 1 El Puderzucker untergehoben werden. Wer die Cupcakes also transportieren muss oder weiß, dass sie beim Nachmittagskaffee eine relativ lange Zeit unter Zimmertemperatur ausharren müssen, der kann noch den Puderzucker unterheben. Ich lasse den Puderzucker nach Möglichkeit weg, weil so die Creme Double noch etwas frischer schmeckt. Und wie man auf dem Bild sieht, ist die Creme auch so schon recht fest.  Sie ist übrigens nicht sehr süß und ergänzt sich deswegen sehr gut mit dem schokoladigen Kuchen. Ihr werdet die Cupcakes lieben! ;-)

Tipp: Nach 25 Minuten einfach mal mit einem Zahnstocher in die Cakes stechen (da wo der Teig am Dicksten ist, also wahrscheinlich in der Mitte ;-) ). Bleibt kein Teig dran kleben, sind die Cakes fertig.

Hinweis: Ihr könnt Butter auch oft durch Margarine ersetzen. Ich tue das jedoch nie, weil ich einfach finde, das Butter besser schmeckt. Man sieht sie auch besser auf den Hüften! ;-) Margarine benutzen ist feige! Die Zartbitterschokolade könnt Ihr auch durch Blockschokolade ersetzen.

Achtung: Ihr müsst nicht gerade den teuersten Whiskey für das Rezept nehmen. Wir hatten leider nur schweineteuren Single Malt im Haus. Das ich das edle Gesöff in einen Kuchenteig gekippt habe, wird meinem Freund hoffentlich verborgen bleiben! *flöt*



Cupcakes sind übrigens recht eigenwillige Zeitgenossen. Sie mögen es überhaupt nicht schnöde einfach unbekleidet auf den Kuchenteller des Alltagsgeschirrs gedonnert zu werden. Nein, der Cupcake ist eitel. Er möchte gerne hübsche Förmchen, um sich anständig in Szene zu setzen. Und bitte nicht nur eine Farbe und ein Muster. Der Cupcake ist die kuchige Version von Carrie Bradshaw und braucht Abwechslung im Kleiderschrank. Die Folge… heute… 10 verschiedene Backförmchen in einem Backshop bestellt (unter anderem mit Fußbällen für die WM, aber auch chinesische Zeichen, Blumenmotive, etc.) und eine Kuchenplatte und eine Etagere bei ebay. Und ich befürchte, Miss Cupcake wird das noch lange nicht genug sein. HMPF!

The Good Wife #1

Momentan bin ich serienlos. Alle meine Lieblingsserien machen gerade Pause (24) oder sind einfach zu Ende (Gilmore Girls, Emergency Room). Einige Serien haben ich zudem schon vor längerer Zeit aufgegeben (Lost – wurde mir nach der ersten Staffel echt zu blöd) und viele Erfolgsserien entlocken mir nur ein Schulterzucken.

Tja und dann hat Pro7 doch tatsächlich Erbarmen und hat zu meiner Überraschung die amerikanische Serie “The Good Wife” eingekauft. In Amerka ist die Produktion ein Quotenhit und die Hauptdarstellerin Julianna Margulies hat Anfang des Jahres für ihre Rolle einen Golden Globe bekommen. Mehr geht im amerikanischen Fernsehen awardtechnisch nicht.

Ich hätte von der Serie vermutlich nichts mitbekommen, aber ich bin seit Emergency Room ein erklärter Margulies Fan und hatte immer die  Hoffnung sie nach zweitklassigen Filmen (Ghost Ship) mal wieder in einer starken Rolle zu sehen. Also war letzte Woche die erste Folge “The Good Wife” Pflichtprogramm.

Positiv überrascht hat mich erstmal, dass sie ihre alte Synchronstimme aus Emergency Room behalten hat. Ihr letzter Auftritt (sieht man mal von dem Mini-Auftritt in der letzten Folge ab) in der Serie liegt schon Jahre zurück. Da hätte ich eher damit gerechnet mich an eine neue Stimme gewöhnen zu müssen. Auch Chris Noth, der in der Serie ihren Mann spielt, hat seine Stimme (Mr. Big aus “Sex and the city”) behalten.

In der ersten Folge ging es wenig spektakulär zu, aber irgendwie hat es mich doch gefesselt. Margulies spielt Alicia Florrick, die Ehefrau eines Staatsanwaltes, der über eine Korruptions und Sexaffäre stolpert und ins Gefängnis muss. Alicias Leben fällt also wie ein Kartenhaus zusammen und sie kehrt in ihren alten Beruf als Anwältin zurück.

Tatsächlich scheint “The Good Wife” eine Anwaltsserie zu werden, denn ein großer Teil der ersten Folge behandelte Alicias ersten Fall vor Gericht und dessen Auflösung. Dennoch wird Alicias Privatleben, die Machenschaften ihres Mannes und die Beziehung zwischen den Beiden eine große Rolle spielen und sich deswegen von anderen Anwaltsserien unterscheiden.

Es gibt zwar leisen Humor und quirlige Nebenfiguren (z.B. Kalinda Sharma, die Privatdetektivin in Alicias Kanzlei), aber “The Good Wife” ist definitiv eine Drama Serie, wie man in den USA so schön sagt. Zwar lässt sich  anhand der ersten Folge die Qualität der Serie nicht wirklich beurteilen, aber mit hat der Einstieg und besonders Margulies sehr gefallen. Und Logan Hunzberger von den Gilmore Girls in einer “erwachsenen” Rolle zu sehen, ist auch schön! :-)

Die zweite Folge muss ich mir auf Pro7.de anschauen, sobald sie verfügbar ist. Heute abend war Champions League angesagt! Ich weiß grad übrigens nicht, ob ich mich über den Bayern Sieg freuen soll. Erstmal mag ich Manchester und zweitens… wenn denen jetzt in der Meisterschaft die Puste ausgeht und Schalke Meister wird… dann friert die Hölle ein… glaub ich! ;-)

Zuwachs April #1

Robyn Carr: Neubeginn in Virgin River
Suzanne Brockmann: Für immer – Blue
Laura Resnick: Verzaubert
Daniela Winkler: Liebeslied an den Tod
Tad Williams: Der Abschiedsstein
Martha Stewart’s Cupcakes – 175 Inspired Ideas for Everyone’s Favorite Treat
Marie Carl: Die weiße Königin – Mary Tudor
Katharina Saheicha: Cupcakes – 5 unwiderstehliche Törtchen
Cynthia Barcomi’s Backbuch
Anna Godbersen: Geheime Liebschaften
Nalini Singh: Engelskuss
Michelle Raven: Pfad der Träume
Gerry Bartlett: Echte Vampire haben Kurven
M.J. Holliday: Rendezvous um Mitternacht
Imogen Parker: Heimweh nach Kingshaven

*flöt*

Was ist eine 10er Tülle?

Konnte ich in den Weiten des Internets nicht herausfinden, deswegen habe ich alle Tüllen ausprobiert, die ich da habe und meine Küche sieht jetzt aus wie Schwein! :-( Aber für den ersten Versuch sehen sie gar nicht mal übel aus. Und lecker sind sie auch! :-)

Die Creme sollte mehr turmartig aussehen, aber dazu fehlt mir anscheinend die richtige Tülle. Entweder es sah aus wie Würstchen oder wie draufgeklatscht. So sieht es halbwegs anständig aus. ;-)

In diesem Sinne…. frohe Ostern!

Cupcake Wahnsinn

Wie bereits angedroht, werde ich Euch von meinen kulinarischen Abenteuer berichten. Ich habe schon immer gerne gebacken und bin darin auch ziemlich gut. Dafür hab ich es nicht so mit dem Kochen, was aber zum Teil auch daran liegt, dass ich es nicht muss. Mein Freund tut es gerne und gut und das schon seit 13 Jahren. Da ich momentan aber meine häusliche Ader entdecke, werde ich ab und an mal versuchen ihn vom Herd zu vertreiben. Wenn das die Alice Schwarzer wüsste. :-D

Aber erstmal…Schuster bleib bei Deinen Leisten… ich backe. Hab ich in den letzten Monaten auch sehr wenig, bis ich kürzlich sämtliche Staffeln Sex and the city bei der Arbeit an meiner Homepage in einem kleinen zweiten Fenster auf dem Desktop angeschaut habe und Carrie und Charlotte mit Cupcakes durch New York schlenderten.

Amazon war nicht weit und so bin ich nun im Besitz von zwei Cupcake Büchern und dem ersten Backbuch von Cynthia Barcomi.  Heute morgen habe ich mir dann eines der Cupcake-Bücher zur Brust genommen und mir ein Rezept ausgesucht.
Nun habe ich zwar schon oft Muffins gebacken, aber eben noch nicht diese kleine Wunderwerke mit Icing, also hatte ich absolut keine Deko da und auch keine Papierförmchen. Bei normalen Muffins langt die normale Backform und danach sind sie halt nackig. ;-) Aber bei Cupcakes kommt es nun mal auch auf die Optik an, also bin ich ausnahmsweise heute mal mit einkaufen gegangen (nachdem das Wochenendziel Bundesliga…Dortmund gewinnt, Schalke verliert vollbracht war *flöt*). Allerdings hatte ich wenig Hoffnung im hiesigen Real anständige Deko zu finden.

Und dann kam das Backregal und mein Freund Wolfgang dachte, ich würde halluzinieren und in den Regalen Schuhe und Bücher sehen. Es waren aber nur Dekostreusel und Papierförmchen, die ich dann komplett verstrahlt in den Einkaufskorb schaufelte. Nach kurzem Seufzen gab er jedoch auf und stiefelte schon mal in die Obst- und Gemüseabteilung, während ich geschlagene 10 Minuten vor den Regalen stand. Ich frag mich manchmal, ob wir Frauen da ein eingebautes Gen zum Wahnsinn haben. Zumal ich glatt übersehen habe, dass diese Förmchen von Schwartau über 5 Euro gekostet habe. Wucher ist da noch freundlich ausgedrückt.

Aber dafür gab es dann noch Prinzessinnen Juwelen, die ich ganz weit unten in den Einkaufskorb gesteckt habe, damit sie auch frühestens zu Hause vom männlichen Geschlecht entdeckt würden (Plan ist aufgefangen ;-) )

Morgen werde ich dann nach dem Frühstück zur Tat schreiten und mich an den Schokoladen Cupcakes mit Erdbeer Buttercreme versuchen. Sehen lecker aus und sind vor allen Dingen eine der wenigen Cupcakes, die eine Creme ohne rohes Ei haben. Das ist ja irgendwie nicht so ganz meins. Ich hab da immer Angst wegen Salmonellen. Zwar werde ich das auch mal testen, aber da ich die Küchlein morgen nachmittag zum Osterkaffeetisch mit zu meinen Großeltern nehmen werde, möchte ich da lieber kein Risiko eingehen.

Morgen nachmittag gibts dann Fotos. Rezept kann ich leider nicht liefern, weil es aus dem Backbuch “Cupcakes – 55 unwiderstehliche Törtchen” von Katharina Saheicha (siehe oberes Bild) stammt und die Rezepte selbstverständlich einem Copyright unterliegen. Aber Fotos vom Selbstgebackenen kann einem ja keiner verbieten und vielleicht wird es ja sogar ein Buchtipp (oder auch nicht…. lach).

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