Archiv für Mai 2010
Tag 8 – Ein Buch, das dich an einen Ort erinnert
Hm… hatte ich nicht gestern gesagt, es gäbe kaum Bücher, die mich an Menschen erinnern, aber ich würde jede Menge Bücher mit Orten und Situationen in Verbindung bringen? Komisch, dann hab ich seit gestern abend Alzheimer, denn plötzlich fallen mir gar nicht mehr so viele ein.
Ich kann mich z.B. nicht mehr daran erinnern, was ich in meinem Urlaub in Südengland gelesen habe oder in meinem ersten Urlaub mit meinem Freund in Italien. Ich erinnere mich aber, dass ich gerade lesen konnte und im Nordseeurlaub am Strand “Heidi” von Johanna Spyri gelesen habe. Ich weiß sogar noch, dass es so ein hübsches kleine kompaktes Buch war. Eventuell liegt es noch bei meinen Großeltern im Keller, wo meine frühen Kinderbücher leider ihr Dasein fristen müssen.
Ansonsten bin ich nicht so viel durch die Weltgeschichte gegondelt. Auf meiner Oberstufenfahrt nach Spanien wurde nicht gelesen, sondern gesoffen!
Als Kind sind wir einmal nach Bayern gefahren (naja… ) und ansonsten immer an die Nordsee, was ich immer super fand. Da fällt mir ein, da hab ich mal als Teenager an so einer Strandbude einen dicken Schinken mit allen drei Indiana Jones Romanen (also zu den Filmen) gekauft.
Aber es gibt eigentlich kein Buch, welches mich an einen besonderen Ort erinnert. Vielmehr erinnern mich Bücher immer wieder daran, wo ich noch gerne hin möchte oder lieber wäre.
Tag 7 – Ein Buch, das dich an jemanden erinnert
Eine sehr schwierige Frage. Ich verbinde sehr viele Bücher mit bestimmten Situationen oder Orten, aber Personen?
Nun, wenn ich John Jakes oder Lucy Maud Montgomery lese, denke ich
immer an meine Freundin Kira, mit der ich in meiner Teenagerzeit nächtelang “Fackeln im Sturm” und “Anne auf Green Gables” geguckt habe und zwar bis die Videokassette
rauchte. Mit niemandem konnte man so schön über Gilbert schmachten, bei Matthews Tod rumheulen oder Ashton Main zum Mond schießen.
Und wo wir schon mal bei besagter Freundin sind, wir zwei haben zusammen die Bert Bücher gelesen. Und mit gemeinsam, meine ich, wir beide lagen mit dem Bauch auf meinem Schlafsofa und lasen in EINEM Buch, um uns dann zusammen so was von schlapp zu lachen. Herrlich war das. Das ist wie gemeinsam Komödien gucken.
Tag 6 – Ein Buch, das du nur einmal lesen kannst (egal, ob du es hasst oder nicht)
Da ich gestern leider wegen Krankheit nicht posten konnte, gibt es heute zwei Beiträge.
Diese Frage finde ich wiederum nicht sehr einfach zu beantworten. Ich denke grundsätzlich eignen sich Krimis und Thriller nicht so recht für einen Re-Read. Weiß man, wer der Mörder ist, ist der Drops irgendwie gelutscht. Allerdings gibts dann wieder auch Serien, wo ich gerne aufgrund der Rahmenhandlung noch mal zu älteren Bänden greife (Anne Perry, Elizabeth George). Da geht es mir dann eben nicht um den Kriminalfall, sondern um die Beziehungen der Figuren.
Nichts desto trotz bleibt z.B. ein frischer ungelesener Karin Slaughter immer noch das non plus utra und ein Re-Read kann die Spannung nicht ersetzen.
Bücher, die ich nicht mochte, lese ich natürlich auch nicht noch mal. Ansonsten fällt mir spontan kein Buch ein, welches ich aus einem bestimmten Grund nur einmal lese würde.
Letztlich bleibt den meisten meiner Bücher nur ein schnödes “die liest mich eh höchstens einmal”-Dasein, weil ich viel zu viele ungelesene Bücher habe. Re-Reads sind ein Luxus, den ich mir meist nicht leisten kann.
Tag 5 – Ein Buch, das du immer und immer wieder lesen könntest
Diese Frage deckt sich zumindest bei mir mit der Lieblingsbuch-Frage. Gerade bei den Gabaldon Bücher entdecke ich doch immer wieder neue kleine Details. Außerdem empfinde ich die Bücher auch mit den Jahren anders. “Feuer und Stein” habe ich das letzte Mal 2009 gelesen und zum ersten Ma fand ich das Buch hatte zu viele Sexszenen. Nun glaub ich nicht, dass ich mit 32 Jahren prüder geworden bin, aber anscheinend achtet man im gestandenen Alter wohl doch auf andere Dinge, als auf Jamies Hintern.
Auch die Arthus Romane und die historische Romanbiographie über Heinrich VIII. will und werde ich sicherlich noch das ein oder andere Mal lesen.
Hinzu kommt auch eine handvoll Kinderbücher, wie von Astrid Lindgren oder Lucy Maud Montgomery (Anne auf Green Gables) oder auch so Sachen wie Tolkiens “Der kleine Hobbit” die niemals langweilig werden und die ich immer wieder zur Hand nehme.
Grundsätzlich gibt es schon diverse Bücher, die ich wieder lesen würde, aber ich glaube die obigen sind die, die ich wahrscheinlich auch in 50 Jahren lesen werde. Also wenn ich alt und wunderlich bin …
Tag 4 – Dein Hassbuch
Tja, in der Regel schafft es eigentlich kein Buch in die Riege “Hassbuch”, denn bevor ich ein Buch richtig hassen könnte, gebe ich es vorher auf und breche es ab. Also würde ich diesen Begriff eher auszuweiten zu “Bücher, die ich einfach nur total ätzend fand”. Klingt auch gemein, ist aber nicht ganz so fies. Tatsächlich gibt es ein Buch, was besonders heraussticht:
“ReeperWahn” von Steffi von Wolff. Das strunzdoofste Buch des Universums. Bei so was wär ich gern Steinzeitmensch, die konnten nämlich noch nicht lesen. Jedes weitere Wort über dieses unsägliche Buch, wäre zu viel, deswegen hör ich jetzt lieber auf!
Zuwachs Mai #1
Ich glaub, ich hab schon was länger nicht mehr gebeichetet, also muss ich das jetzt mal nachreichen:
Peggy Porschen: Meine schönsten Torten und Cookies
Cynthia Barcomi: Backen. I love baking
Dr. Oetker Cup Cakes
Kleine Blechkuchen (mit Backform)
Annik Wecker/Alfons Schuhbeck: Raffinierte Tartes
Annik Wecker: Anniks göttliche Kuchen
1 Teig = 100 Muffins
Scheibenkleinster… ich habe wirklich in den letzten Wochen SO viele Backbücher gekauft?
David Benioff: Stadt der Diebe
PollyShulman: Die geheime Sammlung
Shannon Drake: Der Fürst der Dunkelheit
Jennifer Armintrout: Nacht der Seelen
Suzanne Brockman: Für einen Kuss von Frisco
David Gilmour: Unser allerbestes Jahr
Donna Milner: River
Emma Flint: Hübsch in alle Ewigkeit
Anne Fortier: Julia
Eric Nylund: Gemini – Der goldene Apfel
Tag 3 – Dein Lieblingsbuch
Ich muss gestehen, diese Frage ist sehr schwierig, denn ich habe doch eine Reihe von Büchern, die ich mehrfach gelesen habe oder die aus diversen Gründen einen besonderen Stellenwert in meinem Leben haben. Von daher ist es mir auch unmöglich ein Buch herauszupicken – es sind vier.
Da wäre einmal “Feuer und Stein” von Diana Gabaldon. Eines der Bücher, die ich wohl am häufigsten gelesen habe (das letzte Mal 2009) und wahrscheinlich auch immer wieder lesen werde. Abgebildet ist hier übrigens absichtlich eine uralte gebundene Ausgabe aus dem Bertelsmann Club, denn das war meine erste Ausgabe dieses Romans (mittlerweile besitze ich vier verschiedene).
Ich habe dieses Buch durch Zufall endeckt. Eigentlich hat mich weder Cover noch Klappentext angesprochen und als ich die Serie begann, gab es auch zumindest schon den zweiten Band (ich hab mich also wirklich lange gewehrt), aber ich stand eines Tages in unserer Bertelsmann Club Filiale bei den historischen Romanen und wurde schließlich von einer fast hyperventilierenden Kundin (ja Kundin, keine Verkäuferin) dazu genötigt doch unbedingt mal diesen Roman zu lesen. Der sei ja dermaßen gut. Damals war ich glaube ich 19 oder 20 oder so und ich weiß nicht mehr wieso, aber ich nahm das Buch und kaufte es.
Nicht nur, das ich natürlich wie Millionen von anderen Lesern der Geschichte um Jamie und Claire verfallen bin, es hat auch ansonsten einiges in meinem Leben geändert. Ende der 90er Jahre war das Internet bei weitem nicht das, was es heute ist. Private Homepages, Foren, etc. waren etwas besonderes und kaum zu finden. Ich hatte aber das Bedürfnis mich speziell mit Gabaldon-Fans auszutauschen und gründete daraufin das Gabaldon Forum. Das Forum lag damals beim Forenanbieter Parsimony und wuchs wirklich rasant. Aus irgendeinem Grund zog es eine bestimmte Spezies Mensch an, was das Forum zu einem besonders heimeligen Platz gemacht hat. Jetzt, nach über 10 Jahren ist das Forum längst umgezogen und läuft auf meinem eigenen Webspace. Natürlich sind auch einige Mitglieder nicht mehr dabei, dafür aber neue dazugekommen. Aber es sind langjährige Freundschaften daraus entstanden und ohne Gabaldonforum gäbe es womöglich auch keine Bücherkiste, weil ich einfach nicht die entsprechenden Leute und Kontakte gefunden hätte, die mich in meinem Vorhaben immer bestärkt haben. Von daher ja, ich denke “Feuer und Stein” hat den Lieblingsbuch-Platz verdient.
“Ich, Heinrich VIII.” von Margaret George habe ich gelesen, als ich 16 Jahre alt war. Ich hatte schon davor ein paar historische Romane gelesen (Der Medicus, etc.), aber dieser Roman hat mich wohl endgültig zum Fan von historischen Romanen gemacht. Ich war von diesem 1200 Schinken damals komplett beeindruckt (und bin es heute noch). Man muss als Autorin schon einiges auf dem Kasten haben, um den Mann, der einige seiner Ehefrauen hat köpfen lassen menschlich wirken zu lassen. Ich gestehe, zumindest im Buch konnte ich nachvollziehen, wieso z.B. Anne Boleyn aufs Schafott musste. Ich hab natürlich nicht da gesessen, mit dem Buch in der Hand und gedacht: “Yeeha – endlich isse tot”, aber ich habe verstanden, wieso er so gehandelt hat. Damals fing definitiv meine Liebe zur englischen Geschichte an. Vermutlich habe ich auch deswegen angefangen Geschichte zu studieren. Die tausenden Schulstunden über den Nationalsozialismus waren sicher nicht dran schuld.
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Die beiden letzten beiden Bücher sind “Die Nebel von Avalon” von Marion Zimmer Bradley und “Der Winterkönig” von Bernard Cornwell. Beides sind Romane über den legendären König Arthus, aber komplett unterschiedliche Interpretationen. Zimmer Bradley habe ich als Teenager gelesen und geliebt. Ich war komplett fasziniert von dem Thema, habe Sachbücher über Kelten, Mythologie, Arthus, etc. gelesen. Cornwells Trilogie habe ich später entdeckt und ich muss sagen, es ist die beste Arthus-Saga, die ich jemals gelesen habe. Sie ist im Gegensatz zu Zimmer Bradley eher historisch sachlich ohne diesesn ganzen Avalon-Klimmbimm, mit dem viele ja nichts anfangen können. Die Reihe war teilweise so herrlich gegen den Strich gebürstet. Merlin ist ein alter kauziger Typ mit dem trockenstem Humor, der mir jemals in einem historischen Roman untergekommen ist und der Schönling Lanzelot ist einfach nur ein Verzeihung … blöder Arsch und überhaupt nicht edelmütig. Nach der Cornwell Trilogie bin ich mit meinem Freund nach Südengland und habe mir Tintagel angeschaut. Leider mussten wir damals die Reise verkürzen, weswegen wir es nicht mehr nach Glastonbury geschafft haben. Aber irgendwann mal …
Was ich letztlich interessant finde – alles sind weitesgehend historische Romane, von denen ich gerade in den letzten Jahren immer weniger gelesen habe. Darüber muss ich jetzt mal genauer nachdenken!
Tag 2 – Das Buch, das du als nächstes liest/lesen willst
Das ist bei mir ja immer ein ganz gefährliches Thema, weil wenn ich dieses Buch nicht in zwei Minuten anfangen kann, kann sich das durchaus noch 3409870 mal ändern. Große Chancen auf das nächste Buch haben aber:
Wir schreiben das Jahr 3042. Die Menschheit ist ins Weltall aufgebrochen, doch nicht mit eigener Technik, sondern mit Hilfe von Objekten, die man bei Ausgrabungen auf der Erde gefunden hat: außerirdische Hinterlassenschaften, die zwar funktionieren, deren Funktionsweise die menschlichen Piloten jedoch nur in Ansätzen verstehen. So verläuft die Besiedelung anderer Planeten denkbar chaotisch. Doch dann treffen die Menschen auf eine außerirdische Spezies – die Collectors –, die anbietet, die menschliche Zivilisation unter ihre Fittiche zu nehmen und in die Gemeinschaft der galaktischen Völker einzuführen. Ein Angebot, das die Menschen nicht ablehnen können – mit katastrophalen Folgen …
Mit diesem Buch könnte ich gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Mal wieder was vom Heitz lesen und endlich mal Science Fiction. Pardon, Space Fiction heißt das ja beim Markus. Und das kommt mir auch ganz gelegen, weil das Genre reizt mich schon, aber bitte nicht zu technisch.
Mich reizt das Projekt auch einfach sehr. Der Autor hat ein altes Rollenspiel (Justifiers) gekauft, das es vor Urzeiten mal für eine kurze Zeit gab (aber nur auf englisch) und bastelt darum jetzt eine Romanreihe, in die auch andere Autoren involviert sein werden. Im Herbst erscheinen die ersten zwei Romane (einmal Christoph Hardebusch, einmal Lena Falkenhagen) und wenn mir “Collector” gefällt, würd ich die Serie gerne weiterverfolgen.
Ebenfalls weit oben auf dem SUB liegt “Der Kinderdieb” von Brom.
Leise wie ein Schatten streift ein merkwürdiger Junge durch die dunklen Straßen von New York. Er nennt sich Peter und ist auf der Suche nach Kindern und Teenagern, die in einer aussichtslosen Situation nicht mehr weiterwissen. Peter rettet sie und bietet ihnen an, sie in sein magisches Reich zu führen, in dem niemand je erwachsen werden muss. Doch Peter verrät ihnen nicht, dass dort nicht nur magische Geschöpfe und das Abenteuer ihres Lebens auf sie warten, sondern auch größte Gefahr Vor 99 Jahren schuf James M. Barrie mit -Peter Pan einen Mythos des 20. Jahrhunderts, der jede Generation aufs Neue begeistert. Nun ist es an der Zeit, Peters wahre Geschichte zu erzählen und von einem Land voller Magie und Gewalt, Lügen und Abgründe, großer Liebe, falscher Freunde und echter Helden.
Dieses Buch werde ich mit hoher Wahrscheinlichkeit bald lesen, weil ich dazu Ende des Monats eine Leserunde habe!
Außerdem bin ich ja ein bekennender Peter Pan Fan!
Schmuse-Alarm :-)
Aufmerksame Leser meiner Foren wissen, dass wir zu Hause zwei Katzen haben. Einen Bengalkater (Klecks) und einen cremefarbenen Britisch-Kurzhaar-Kater (Niko). Die beiden werden im Herbst 4 Jahre alt und sind zwei richtige Rabauken mit Hang zu Schmuseanfällen. Ich dachte, ich zeuge Euch mal ein paar neue Fotos. Aufgrund der Menge und der Größe der Fotos, habe ich nur Miniaturfotos eingefügt. Beim Anklicken auf die jeweiligen Bilder gibts dann Plüschis im Großformat!
Hier (oben) erstmal Schmusealarm. Über Klecksis Hintern kann man sich einfach herrlich ausbreiten …
Klecksis momentaner Lieblingsplatz – der Schaukelstuhl. Zum Abhängen und schlafen, aber auch um zu gucken, was diese dusseligen Knöppe auf den Sitzkissen sollen. Und was hat Frauchen da eigentlich am Fotoapparat hängen. Mal gucken gehen… und dabei das viereckige Schmoll-Schnäuzchen zeigen. Man beachte übrigens das vierte Bild. Ich finde ja, da gibt es Anzeichen dafür, das unser Bengalkater ein Alien ist. Auf dem Bauch sieht man es … das Fell ist nur Tarnung. Auf dem Bauch ist nämlich eine lange Naht, wie ein Reißverschluss. Bestimmt werd ich gleich geblitzdingst.
Rumhängen und gucken wie ein Auto kann Niko übrigens auch. Das ist in Katzen anscheinend genetisch veranlagt. Und nein, wir haben den nicht wie eine Schildkröte auf den Rücken fürs Foto auf die Decke drapiert. Niko hat die Angewohnheit sich hinzusetzen und einfach nach hinten plumpsen zu lassen. Meist ergibt das eine perfekte Liegeposition zum Bauchputzen, durch die Gegend glotzen oder Frauchen mit Püppchenblick anschäkern, damit sie einem das Bauchplüscho durchschwurbelt.
Auch ansonsten gibts immer wieder Highlights. Man glaubt, da liegt nur einfach ein bisschen Decke auf dem Boden, wundert sich aber, dass man sie kaum hochheben kann und findet darin dann ein kleines warmes dickes müdes Bärchen. Der hat aber dann letztlich auch nicht viel zu lachen – immer diese Störungen von hinten. Aber letztlich dann doch ein Herz und eine Seele unsere Jungs!
Chocolate Cookies – flexibel muss man sein …
Heute hatte ich mir vorgenommen die Chocolate Cookies aus Cynthia Barcomis erstem Backbuch nachzubacken. Seitdem ich Anfang der Woche meine Küche reorganisiert habe und ich nun eine riesige freie Arbeitsfläche habe, ist das Arbeiten in der Küche eine wahre Freude. Wenn man nur die Backzutaten da hätte …
Die Butter röhrte schon zwecks “ich will kein Kühlschrank-Eisblock mehr sein” in der Mikrowelle, als mir auffiel, ich hab kein normales Mehl mehr. Zwar bestimmt sechs Tüten Weizenvollkornmehl und Haferflocken und was weiß ich nicht noch alles, aber weit und breit kein profanes Weizenmehl mehr. Wahrscheinlich sollte man nach mehreren Kuchen in den letzten zwei Wochen auch mal den Vorrat aufstocken.
Also flugs meine Eltern angerufen, aber meine Mutter war einkaufen und mein backresistenter Vater fand kein Mehl im Haushalt. Also beschloss ich grummelig das Mehl einfach gegen Vollkornmehl auszutauschen. Sklavisch ans Rezept halten ist sowieso doof. Also Herd zum Vorheizen angemacht, Butter und Zucker schaumig gerührt, Mehl, Natron und Salz verrührt, um dann plötzlich innezuhalten.
Ich hatte meinem Freund heute morgen Grafschafter Goldsirup auf den Einkaufszettel geschrieben und mir fiel auf, dass ich diesen vorhin nicht aus einer Einkaufstüte geholt hatte. Also Kopf durch die Küchentur, schneidender Blick Richtung Sofa: “Wo ist denn der Sirup?” Männe schrumpft wegen meines Blickes auf Zwergengröße und murmelt: “Tschuldigung, hab ich vergessen.”
Naja – wie war das noch mit dem sklavisch ans Rezept halten? Ich hab dann einfach Honig anstatt Sirup ins Rezept getan und weil der Teig wegen des Vollkornmehls etwas fester war einen kleinen Schluck Milch. Und was soll ich sagen, die Dinger sind ein Gedicht. 
Wenn Ihr drauf klickt, seht ihr die Dinger noch größer und wie schön die Schokolade aus den Keksen fließt.
Und das Gute an dem ganzen Zutatensalat – ich kann mir wegen des Vollkornmehls jetzt vormachen, sie seien gesund und nicht nur einfach verdammt lecker!
P.S. Die Kekse waren grad im Backofen, als es an der Tür schellte. Papa – mit einer Packung Mehl!



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