Archiv für die Kategorie „Rezepte“

Erdbeeren, Brombeeren und Vanille …

Wolfgang hatte Sonntag die glorreiche Idee nach seiner Bandprobe an einem Erdbeerfeld halt zu machen und ca. 2kg Erdbeeren zu pflücken. An sich ja absolut wunderbar, aber nach Erdbeeren mit Sahne satt und der Verpflegung meiner Eltern, war der Korb immer noch fast halb voll. :roll:

Gestern hatten wir dann alle wenig Lust auf noch mehr gesundes Obst, weswegen die Erdbeeren mich heute schon ein bisschen traurig angesehen haben. Also habe ich sie heute zu Marmelade verarbeitet. Leider waren es dann doch nur noch knapp 800g, weswegen ich noch eine Packung Brombeeren dazu geschmissen habe. Vanille und Zucker und ein Päckchen Gelfix drüber und voilà – fertig!

Und ich muss noch mal wiederholen – nie wieder gekaufte Marmelade oder habt ihr schon mal so tiefrote Marmelade im Laden gekauft (Foto anklicken, dann sieht man es richtig)? Ich nicht! Und mit Erdbeeren waschen und kleinschneiden hat es grad mal 20 Minuten gedauert. Hier noch das Rezept:

Steffis Erdbeer-Brombeer-Vanille-Konfitüre
750 g Erdbeeren
250 g Brombeeren
2 Päckchen Vanillezucker mit Zucker auffüllen (insgesamt 350g)
1 Päckchen Dr. Oetker Gelfix 3:1

Erdbeeren klein schneiden und grob pürieren. Mein Pürierstab ist leider kaputt, weswegen ich die Marmelade nach dem Kochen durch ein Sieb gedrückt und noch mal kurz aufgekocht habe. Brombeeren ein bisschen klein schneiden (die zerkochen aber sowieso).

Zucker mit Gelfix vermischen und über die Früchte geben. Das ganz auf hoher Stufe zum Kochen bringen und dann mindestens 3 Minuten sprudelnd kochen lassen. Dabei immer schön umrühren. Danach sofort in saubere Gläser füllen, zudrehen und auf den Kopf stellen (ca. 15 Minuten). Danach vollständig abkühlen lassen.

Und dann aufessen! ;-)

Whiskey Cupcakes zum Dahinschmelzen

Heute hatte ich endlich mal wieder Zeit den Rührlöffel zu schwingen und habe mich an ein neues Cupcake Rezept gewagt, das ich Euch unbedingt zum Nachahmen empfehlen möchte.

Für den Teig  (reicht für 12 Cupcakes):

150g Zartbitterschokolade
100g Butter
200g Weizenmehl
2 TL Backpulver
1/2 TL Natron
150 g Zucker
1 Päckchen Vanillinzucker
1 Prise Salz
2 Eier
100ml Kaffee
4 EL Whiskey
50 g Raspelschoki

für die Creme:

250g Creme Double
3 EL Whiskey
1 Päckchen Vanillinzucker

Zubereitung:

Die Schokolade löst Ihr einfach mit der Butter im Wasserbad auf. Dazu die Schokolade in Stücke brechen und die Butter in kleinere Stückchen schneiden, dann löst sich alles schneller auf. Die Mischung dann etwas abkühlen lassen.

Nun Mehl, Backpulver, Natron, Zucker, Vanillinzucker und Salz mischen. Eier, Kaffee, Whiskey und die Schoko/Buttermischung dazu geben und mit dem Handrührgerät zu einem glatten Teig verrühren. Das geht in der Regel sehr schnell, weil der Teig recht dünnflüssig ist. Bedenkt bitte, Cupcakes sind keine Muffins. Muffins müssen nicht so gut durchgerührt werden, aber bei Cupcakes sollten wirklich keine Klumpen im Teig sein. Am Ende noch die Raspekschokolade kurz mit einem Löffel unterrühren. Nicht mit dem Mixer!

Den Teig nun in ein Muffinbackblech umfüllen. Es bleibt Euch überlassen, ob Ihr das Blech mit Butter einfettet und mehlt oder ob ihr Papierförmchen in die Form setzt. Letzteres geht schneller und man muss hinterher keine Sauerei wegmachen. Allerdings ziehen die Papierförmchen das Fett des rohen Teiges an und sind in der Regel nach dem Backen nicht mehr so schön. Wenn man die Cupcakes ausgehfein machen will, kann man allerdings nach dem Backen noch ein Papierförmchen drüberstülpen.

Den Ofen auf 180 Grad (Ober/Unterhitze) vorheizen und die Cakes 25-30 Minuten darin backen (in der Mitte auf einem Rost). Danach die Cakes ein paar Minuten im Blech belassen, damit sie sich setzen. Nach ca. 5 Minuten könnt Ihr sie rausnehmen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.

Für das Topping wird die Creme Double wie normale Sahne aufgeschlagen und mit dem Vanillin-Zucker und dem Whiskey verfeinert. Danach könnt Ihr die Creme wie ihr möchtet auf die Cakes geben und verzieren. Für die Standfestigkeit kann der Creme noch ein 1 El Puderzucker untergehoben werden. Wer die Cupcakes also transportieren muss oder weiß, dass sie beim Nachmittagskaffee eine relativ lange Zeit unter Zimmertemperatur ausharren müssen, der kann noch den Puderzucker unterheben. Ich lasse den Puderzucker nach Möglichkeit weg, weil so die Creme Double noch etwas frischer schmeckt. Und wie man auf dem Bild sieht, ist die Creme auch so schon recht fest.  Sie ist übrigens nicht sehr süß und ergänzt sich deswegen sehr gut mit dem schokoladigen Kuchen. Ihr werdet die Cupcakes lieben! ;-)

Tipp: Nach 25 Minuten einfach mal mit einem Zahnstocher in die Cakes stechen (da wo der Teig am Dicksten ist, also wahrscheinlich in der Mitte ;-) ). Bleibt kein Teig dran kleben, sind die Cakes fertig.

Hinweis: Ihr könnt Butter auch oft durch Margarine ersetzen. Ich tue das jedoch nie, weil ich einfach finde, das Butter besser schmeckt. Man sieht sie auch besser auf den Hüften! ;-) Margarine benutzen ist feige! Die Zartbitterschokolade könnt Ihr auch durch Blockschokolade ersetzen.

Achtung: Ihr müsst nicht gerade den teuersten Whiskey für das Rezept nehmen. Wir hatten leider nur schweineteuren Single Malt im Haus. Das ich das edle Gesöff in einen Kuchenteig gekippt habe, wird meinem Freund hoffentlich verborgen bleiben! *flöt*



Cupcakes sind übrigens recht eigenwillige Zeitgenossen. Sie mögen es überhaupt nicht schnöde einfach unbekleidet auf den Kuchenteller des Alltagsgeschirrs gedonnert zu werden. Nein, der Cupcake ist eitel. Er möchte gerne hübsche Förmchen, um sich anständig in Szene zu setzen. Und bitte nicht nur eine Farbe und ein Muster. Der Cupcake ist die kuchige Version von Carrie Bradshaw und braucht Abwechslung im Kleiderschrank. Die Folge… heute… 10 verschiedene Backförmchen in einem Backshop bestellt (unter anderem mit Fußbällen für die WM, aber auch chinesische Zeichen, Blumenmotive, etc.) und eine Kuchenplatte und eine Etagere bei ebay. Und ich befürchte, Miss Cupcake wird das noch lange nicht genug sein. HMPF!

Autorenblogs
Bücherblogs
Koch & Backblogs
Schreibblogs